Historie

Vom Frachtführer zum Logistiker

Den Grundstein der heutigen Oetjen Logistik legten eigentlich Minna und Georg Oetjen, als sie 1954 das Fuhrgeschäft der Firma Röhrs mit einem einzigen Borgward-LKW übernahmen. Mit einem LKW-Liniendienst nach Bremen beförderten sie überwiegend landwirtschaftliche Erzeugnisse, Düngemittel und Heizmaterial. Bis zur Schließung der Güterabfertigung am Bahnhof Rotenburg führt man die bahnamtliche Rollfuhr durch.

1974 tritt Gerhard Böse als kaufmännischer Angestellter in das Unternehmen ein. Der Fuhrpark umfasst zu diesem Zeitpunkt vier Fahrzeuge. Die Auflösung des Güterbahnhofs Rotenburg und das damit verbundene erhöhte Frachtaufkommen bilden die Basis für eine Ausweitung des Geschäftes. 1977 zählt der Fuhrpark bereits 10 Fahrzeuge.

Nach plötzlicher Erkrankung des Firmenchefs Georg Oetjen übernimmt Gerhard Böse zum 01.01.1978 den Betrieb und führt ihn als Spedition Oetjen weiter. Viele der damals übernommenen Mitarbeiter sind auch heute noch im Unternehmen tätig. Kurz nach der Übernahme wird ein neuer Betrieb im Industriegebiet Rotenburg Ost erstellt, der in der Folgezeit fast jedes Jahr erweitert wird.

1978 beginnt der heutige Speditionsleiter und Prokurist Udo Mrotzek seine Tätigkeit als Disponent. Systematisch wird an der ersten Kernkompetenz der Oetjen Logistik gearbeitet: flächendeckende Verteilerverkehre in den Postleitzahlengebieten 2 und 3. Zu diesem Zeitpunkt gehören schon viele namhafte Unternehmen der Lebensmittelbranche zum Oetjen Kundenkreis.

Im Rahmen von Werkstransporten für das Fruchtsaftunternehmen Krings (Mönchengladbach) werden 1991 die ersten Fernverkehre ins Ballungsgebiet Rhein-Ruhr eingerichtet. 1992 rollen die ersten Oetjen Linienverkehre nach Nordrhein-Westfalen.

1995 tritt Thomas Klar als Spezialist für EDV und Organisation in das Unternehmen ein. Er wird 2010 zum zweiten Geschäftsführer der Oetjen Logistik bestellt. Durch unternehmensübergreifenden Daten- und Informationsaustausch eröffnen sich neue logistische Betätigungsfelder. Die Expansionsmöglichkeiten am bisherigen Standort sind erschöpft. Ein völliger Betriebsneubau an anderer Stelle ist unausweichlich.

Nach nur 7-monatiger Bauzeit wird im Gewerbegebiet Hohenesch der neue Betrieb bezogen. Doch auch dieser Betrieb muss in den Folgejahren ständig vergrößert werden. Aus der Spedition Oetjen wird die Oetjen Logistik GmbH.

1997 wird Oetjen erstmalig nach DIN ISO 9001:2000 zertifiziert und in der Folgezeit Partner der Speditionskooperationen ONLINE Systemlogistik für Norddeutschland. Bundesweiter Stückgutversand im garantierten 24-Stunden-Service ist nun möglich. Parallel hierzu wird der Bereich Lagerlogistik aufgebaut, der mit dem Outsourcingprojekt der Mapa 2002 seinen ersten Höhepunkt erreicht.

2000 der zweite Kooperationsbeitritt in die DIALOG AG. Damit erweitert die Oetjen Logistik das Produktangebot um temperaturgeführte Transporte im Bereich von 14 bis 18 Grad.

2005 folgt durch stetig steigendes Sendungsvolumen der Beitritt zur Kooperation der CTL GmbH. Es werden beide Hubbetriebe angefahren die Verteilerverkehre in Richtung Lüneburger Heide verstärkt.

2007 wird Oetjen Partner für den Großraum Norddeutschland in der Kooperation 24plus. Es folgt ein systematischer Auf- und Ausbau eines eigenen bundesdeutschen und europäischen Netzes von Direkt- und Begegnungsverkehren. Die Beteiligung an der DIALOG AG bleibt bestehen, die beiden anderen Kooperationszugehörigkeiten müssen aufgegeben werden.

Heute unterhält die Oetjen Logistik ein Netz aus 24 Direktlinien und One-Way-Verkehren, um täglich alle wichtigen Wirtschaftsräume zu erreichen.